IAS 38 Deep‑Dive - Forschungs- und Entwicklungskosten - Tokenized Activation Mechanism™
Der Tokenized Activation Mechanism™ (TAM) von NextLevel: Primacy of Substance, IFRS‑15‑Vertragslogik und verursachungsgerechte Entwicklungskosten – so wird F&E evidenzbasiert aktiviert
Während andere Bildungsträger noch die statische Checkliste unterrichten, haben wir am NextLevel College – Innovations‑Hub den „Tokenized Activation Mechanism™“ (TAM) entwickelt. Nach unserem Kenntnisstand sind wir im DACH‑Raum die Ersten, die Web3‑Technologie systematisch mit der internationalen Rechnungslegung verzahnen – konkret mit IAS 38 (International Accounting Standard 38 – Immaterielle Vermögenswerte), IFRS 15 (International Financial Reporting Standard 15 – Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden) und IAS 36 (International Accounting Standard 36 – Wertminderung von Vermögenswerten). Ziel ist, interne Entwicklungen nicht länger „nach Gefühl“, sondern auf Basis objektiver Transaktionen, Nutzungs‑ und Kostenpfade zu aktivieren und zu steuern. [ifrs.org], [ifrs.org], [legalnodes.com]
Executive Summary
Das Kernproblem (IAS 38): Interne Entwicklungskosten dürfen nur aktiviert werden, wenn alle Kriterien des IAS 38.57 erfüllt sind. In der Praxis scheitert es häufig am Markt‑/Nutzenbeweis und an der zuverlässigen Kostenmessung. Forschung wird stets als Aufwand erfasst; Entwicklung ist (bei Erfüllung aller Kriterien) zu aktivieren. [ifrs.org]
Unsere Lösung (TAM) - Tokenisierung - Ein Utility‑Token‑Sale rund um das MVP (Minimum Viable Product – minimal funktionsfähiges Produkt) liefert Zahlungsbereitschaft als harten Indikator für künftige wirtschaftliche Vorteile; buchhalterisch entsteht keine sofortige Umsatzerfassung, sondern eine Vertragsverbindlichkeit (Contract Liability) bis zur Leistungserbringung gemäß IFRS 15. Smart‑Contract‑Milestones markieren den objektiven Switch von Forschung (Aufwand) zu Entwicklung (Aktivierung); On‑Chain‑Kostentracking stellt die Zurechnung direkter Entwicklungskosten sicher. [ifrs.org], [calibraint.com], [ifrs.org]
Primacy of Substance: Der Smart Contract ist nicht „nur Code“, sondern – zusammen mit T&Cs (Terms & Conditions – Vertragsbedingungen) – ein durchsetzbarer Kundenvertrag im Sinne von IFRS 15. Entscheidend ist der wirtschaftliche Gehalt (Substanz), nicht das Medium (Papier vs. Code). [ifrs.org]
Off‑Chain‑Brücke für Prüfer*innen: On‑Chain‑Events werden routinemäßig mit Bank‑Zahlungsströmen, Payroll und Lieferantenrechnungen gematcht (Fiat‑Gateway). Damit entsteht ein vollständiger Nachweisbaum vom Geldfluss bis zur Leistungserfüllung. [ifrs.org]
Regulatorischer Rahmen (EU MiCA): MiCA (Markets in Crypto‑Assets – EU‑Krypto‑Verordnung) ist seit 30.06.2024 für ART/EMT (Asset‑referenzierte/E‑Geld‑Token) und seit 30.12.2024 voll anwendbar; Utility‑Tokens fallen als „andere Krypto‑Assets“ unter Whitepaper‑/Transparenzpflichten. Rechnungslegung bleibt IFRS‑gesteuert. [ifrscommunity.com], [linkedin.com]
IAS 36‑Brücke: Token‑basierte Nutzungs‑ und Preissignale liefern Impairment‑Indikatoren (z. B. für Goodwill‑CGUs (Cash Generating Units – zahlungsmittelgenerierende Einheiten)), ohne die formalen Tests zu ersetzen. [legalnodes.com]

1) Das Dilemma der Aktivierung: Warum IAS 38 in der Praxis oft scheitert
IAS 38 verlangt für die Aktivierung u. a. technische Realisierbarkeit, Absicht zur Fertigstellung, Fähigkeit zur Nutzung/Veräußerung, Nachweis künftiger wirtschaftlicher Vorteile, Ressourcenverfügbarkeit und zuverlässige Kostenmessung (IAS 38.57).
Forschung ist grundsätzlich Aufwand, Entwicklung ist bei Erfüllung aller Kriterien zu aktivieren. In der Realität hapert es besonders bei (d) Markt‑/Nutzenbeleg und (f) Kostenverlässlichkeit – genau hier ersetzt TAM unsichere Annahmen durch Transaktionen und prüfbare Kostenpfade. [ifrs.org]
Aus der Praxis anderer stark regulierter Sektoren (z. B. Pharma) ist bekannt, dass es keinen starren Startpunkt für die Aktivierung gibt; häufig werden späte Meilensteine (z. B. Zulassungen) als härtester Beleg genutzt.
Die Quintessenz ist: Judgement bleibt, aber je objektiver die Evidenz, desto stabiler die Aktivierungsentscheidung. [iasplus.com]
2) Der Tokenized Activation Mechanism™ (TAM) im Überblick
2.1 Utility‑Token‑Sale als Marktsignal – aber IFRS‑15‑konform
Wenn reale Kunden Utility‑Tokens vorab kaufen, um später App‑Leistungen zu beziehen, liefert das Zahlungsbereitschaft als Indikator für künftige wirtschaftliche Vorteile. Bilanzseitig entstehen jedoch zunächst keine Umsätze; IFRS 15 verlangt die Passivierung als Vertragsverbindlichkeit, die erst bei Leistungserfüllung (z. B. Einlösung/Nutzung) in Umsatz übergeht. Breakage (nicht eingelöste Rechte) wird nach IFRS 15 über das erwartete Ausübungsmuster vereinnahmt. [ifrs.org], [calibraint.com], [investopedia.com]
Trennung von Spekulation und echter Utility:
Da Utility‑Token‑Sales auch Spekulanten anziehen können, machen wir den Marktnachweis über Nutzungssignale robust: Beta‑Zugänge nur via Token‑Einlösung, Staking mit funktionaler Gegenleistung (z. B. höhere API‑Limits) sowie Kohorten‑Analysen (Time‑to‑First‑Redeem) erhöhen die Evidenz für produktive Nachfrage. Umsatz bleibt zeitpunkt‑/leistungsbezogen; die genannten Indikatoren ergänzen die „substance“ des Marktes, ohne IFRS‑Logik zu verändern. [ifrs.org]
2.2 Smart‑Contract‑Milestones: Forschung → Entwicklung, objektiv
Entscheidende Meilensteine – etwa Code‑Freeze, externe Security‑Freigabe oder Beta‑KPIs – sind im Smart Contract fixiert. Bis dahin gelten Ausgaben als Forschungsaufwand; ab Erfüllung der IAS 38.57‑Kriterien werden Entwicklungskosten aktiviert.
Der Clou: On‑Chain‑Zeitstempel und Milestone‑Ereignisse bilden den Switch prüfbar ab und minimieren Ermessensspielräume. [ifrs.org]
3) Primacy of Substance: Warum Smart Contracts IFRS‑Verträge sind
IFRS 15 verlangt für einen Vertrag durchsetzbare Rechte und Pflichten, identifizierte Leistungen, Zahlungsbedingungen, wirtschaftliche Substanz und Einbringlichkeit. Smart Contract + T&Cs (Terms & Conditions – Vertragsbedingungen) erfüllen diese Voraussetzungen: Der Code kodifiziert das Leistungsversprechen und die Einlösungslogik, die T&Cs geben dem Ganzen Rechtswirkung. Ergebnis: Vorleistungen sind Contract Liabilities, Umsatz entsteht bei Leistungserbringung (Transfer von Kontrolle). Form folgt Substanz – die Technologie ist sekundär zum wirtschaftlichen Gehalt. [ifrs.org]
Infobox – Primacy of Substance (Vorrang des wirtschaftlichen Gehalts)
Smart‑Contract + T&Cs = durchsetzbarer Kundenvertrag. Einnahmen → Vertragsverbindlichkeit, Umsatz → Leistungserfüllung. Entscheidend ist Substanz, nicht das Medium (Papier/Code). [ifrs.org]
Off‑Chain‑Verknüpfung (Fiat‑Gateway, Payroll, Supplier)
Der Smart Contract belegt Logik, Rechte und Pflichten – Wirtschaftsprüfer*innen erwarten zusätzlich den Brückenschlag zwischen On‑Chain‑Ereignissen und Off‑Chain‑Belegen. TAM liefert ihn standardisiert:
Fiat‑Gateway / Bank‑Match: Jede On‑Chain‑Transaktion (Token‑Sale) wird gegen Payment‑Provider/Bankkonto gematcht (Betrag, Zeitstempel, Referenz). So ist die Contract‑Liability nicht nur rechtlich/substanziell, sondern auch zahlungsseitig evidenziert. [ifrs.org]
Payroll‑/Contract‑Match: Feature‑Wallets werden mit Arbeitsverträgen/Zeiterfassung verknüpft; direkt zurechenbare Entwicklungskosten sind personenseitig nachvollziehbar, Overheads bleiben Aufwand (IAS 38.57(f)). [ifrs.org]
Supplier‑Invoice‑Match: Rechnungen werden on‑chain referenziert (Rechnungsnummer, Lieferant, Zeitraum, Feature‑ID) – vollständiger Nachweisbaum vom Buchungssatz bis zum Umsatz‑Event (Einlösung). [ifrs.org]
4) Utility‑ vs. Asset‑backed‑Token: Klassifizierung ohne Fallstricke
Utility‑Token (Kundenleistung): Emittenten bilanzieren Vorleistungen als Contract Liability; Umsatz entsteht, wenn die Leistung an den Kunden übertragen wird (z. B. bei Einlösung). [ifrs.org]
Asset‑backed‑/Security‑nahe Token: Aus Emittentensicht entscheidet der Vertragsgehalt über Eigenkapital vs. Finanzverbindlichkeit; zusammengesetzte Instrumente werden in Schuld-/Eigenkapitalkomponenten getrennt (Substanz vor Form, IAS 32/IFRS 9). [ifrs.org], [eba.europa.eu], [twobirds.com]
Halter‑Sicht (Abgrenzung): Die IFRS‑IC‑Agenda‑Entscheidung 2019 ordnet Kryptowerte i. d. R. IAS 38 (bzw. IAS 2 bei Handelsbestand) zu – nützlich für die Systematik, auch wenn wir hier die Issuer‑Bilanzierung adressieren. [ifrscommunity.com], [kpmg.com]
MiCA (EU‑Krypto‑Verordnung): Seit 30.06.2024 gelten strikte Regeln für ART/EMT; seit 30.12.2024 ist MiCA voll anwendbar. Utility‑Tokens sind „andere Krypto‑Assets“ mit Whitepaper/Transparenzpflichten; die Rechnungslegung bleibt IFRS‑getrieben. [ifrscommunity.com], [linkedin.com]
5) Das Kostenstellenproblem – und wie TAM es endgültig löst
5.1 Das klassische Dilemma
In vielen Softwareprojekten landen Aufwände auf Generalkostenstellen („F&E (Forschung & Entwicklung)“, „IT“). Der Feature‑Bezug wird oft erst später mit Excel‑Schätzungen rekonstruiert; Supplier‑Rechnungen werden pauschal verteilt. Für Prüfer*innen ist damit unklar, welche Kosten welchem aktivierungsfähigen Entwicklungsschritt zuzuordnen sind – IAS 38.57(f) (zuverlässige Kostenmessung) gilt als nicht erfüllt. [ifrs.org]
5.2 Feature‑Wallets als digitale Kostenstellen
TAM ersetzt diese Unschärfe durch Feature‑/Modul‑Wallets, die jede Ausgabe (Dev‑Stunde, Audit, Cloud, Lizenzen) on‑chain dem konkreten Entwicklungsobjekt zuordnen. Jeder Eintrag ist unveränderlich, zeitgestempelt und belegbar – die Herkunft jedes Euro ist forensisch nachvollziehbar. Damit wird IAS 38.57(f) nicht nur formal, sondern technisch erfüllt. [ifrs.org]
5.3 Forschungs‑ vs. Entwicklungs‑Wallet
Vor dem Milestone (Forschung): Forschungs‑Wallet – sämtliche Ausgaben = Aufwand. Nach dem Milestone (Entwicklung): Umschaltung auf Entwicklungs‑Wallet – ab diesem Zeitpunkt sind direkt zurechenbare Entwicklungskosten aktivierungsfähig. Die Grenze Forschung → Entwicklung ist objektiviert; eine rückwirkende Aktivierung wird ausgeschlossen. [ifrs.org]
5.4 Direkte vs. indirekte Kosten – ohne Grauzonen
Direkte Entwicklungskosten sind alle on‑chain erfassten Ausgaben der Entwicklungs‑Wallet (z. B. Spezifikation, Implementierung, Test für das konkrete Feature). Indirekte/Overhead‑Kosten bleiben Aufwand. Das reduziert Ermessensspielräume auf ein Minimum – exakt im Sinne der IAS 38‑Systematik. [ifrs.org]
5.5 Lieferanten‑ und Personalbelege verknüpfen
Externe Rechnungen werden on‑chain referenziert (Rechnungsnummer, Lieferant, Zeitraum, Feature‑ID) und mit Fiat‑Zahlungen gematcht; Payroll‑Exports (Zeiterfassung pro Feature) verknüpfen Personalkosten mit Wallets. Für die WP‑Prüfung existiert ein lückenloser Nachweisbaum vom Buchungssatz über den Geldfluss bis zum Umsatz‑Event (Einlösung). [ifrs.org]
Infobox – Kostenstellen → direkte Aktivierung (Kurzfassung)
Feature‑Wallet anlegen → Meilensteine definieren → Supplier/Payroll verpflichtend referenzieren → nur Entwicklungs‑Wallet aktivierungsfähig → Overheads bleiben Aufwand → Audit‑Trail vollständig. [ifrs.org], [ifrs.org]
6) Infrastruktur & Wesentlichkeit: BaaS und Private Chain
BaaS (Blockchain‑as‑a‑Service – Blockchain als Dienst) ist ideal für KMU: Der Provider betreibt Nodes, Konsens und Sicherheit, während das Unternehmen die Geschäftslogik steuert. Vorteil: geringe CapEx/OpEx, schnelle Time‑to‑Value, die Wesentlichkeit bleibt gewahrt. [assets.kpmg.com], [viewpoint.pwc.com]
Private/Permissioned Chains (z. B. Hyperledger Fabric, Corda) eignen sich für Konzerne mit hohem Governance‑Anspruch: Datenhoheit, Rechte‑/Rollenmodelle, ILV (innerbetriebliche Leistungsverrechnung) und mehrstufige Freigaben (Budget‑Caps, 4‑Augen‑Prinzip on‑chain) sind sauber abbildbar. [assets.kpmg.com]
7) End‑to‑End‑Beispiel
Ausgangslage: SaaS‑App, MVP live; Utility‑Token gewährt 1× Feature‑Nutzung.
Token‑Sale: 10 000 Tokens × 10 € = 100 000 € Zufluss → Vertragsverbindlichkeit (kein Umsatz). Forschungs‑Ausgaben bis Milestone = Aufwand. Bank‑Match dokumentiert Zahlungseingang ↔ On‑Chain‑Tx. [calibraint.com], [ifrs.org]
Milestone (Forschung → Entwicklung): Code‑Freeze + externes Security‑Audit → IAS 38.57 (a–f) erfüllt; Entwicklungskosten ab jetzt aktivieren (Feature‑Wallet). Payroll‑/Supplier‑Match belegt direkte Zurechnung. [ifrs.org]
Leistungserbringung: 2 000 Tokens eingelöst → Umsatz 20 000 € (Auflösung Contract Liability); Breakage gemäß Policy vereinnahmt. [ifrs.org], [investopedia.com]
Controlling: Deckungsbeiträge pro Feature (Kosten vs. Redeems) in Echtzeit; Cohort‑Analysen belegen Nutzung.
Impairment (IAS 36): Usage/Preis sinken signifikant? → Indikator; Recoverable Amount = höherer Wert aus Value in Use (Barwert erwarteter Cashflows) und Fair Value less Costs of Disposal (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten); Goodwill jährlich testen. [legalnodes.com]
8) Auditor‑Checkliste (kompakt)
Vertrag/IFRS 15: T&Cs + Smart‑Contract → durchsetzbare Rechte/Pflichten, Leistungsversprechen, Zahlung; Vorleistungen → Contract Liability, Umsatz → Leistung; Breakage nach Ausübungsmuster. Bank‑Match evidenziert Cash‑In. [ifrs.org], [calibraint.com], [investopedia.com]
Forschung vs. Entwicklung/IAS 38: Meilensteine dokumentiert; Ressourcen und Budget nachgewiesen; Aktivierung erst ab IAS 38.57 (a–f) (inkl. (d) Markt, (f) Kosten). [ifrs.org]
Kostenmessung/IAS 38.57(f): On‑Chain‑Zuordnung je Feature (Entwicklungs‑Wallet); Payroll/Supplier‑Match; Overheads → Aufwand. [ifrs.org]
Token‑Klassifizierung (Issuer): Utility → IFRS 15; Asset‑/Security‑nahe → IAS 32/IFRS 9 (ggf. compound). [ifrs.org], [ifrs.org], [eba.europa.eu]
MiCA‑Compliance: Whitepaper/Transparenz (Utility); besondere Pflichten für ART/EMT. [ifrscommunity.com]
Impairment/IAS 36: Indikatoren (Usage, Preis, Churn); ViU/FVLCD‑Ermittlung; Goodwill jährlich. [legalnodes.com]
9) Risiken & Gegenmaßnahmen
Fehlklassifizierung (Issuer): Frühzeitige IAS 32/IFRS 9‑Analyse (Rückzahlbarkeit, variabler Gegenwert, fixed‑for‑fixed); ggf. zusammengesetztes Instrument; Legal Memo zu T&Cs. [ifrs.org], [eba.europa.eu]
Umsatz zu früh: IFRS 15 strikt anwenden – Contract Liability bis Leistung; Breakage regelbasiert (Constraint auf erhebliche Rückgänge beachten). [ifrs.org], [investopedia.com]
Speculative Noise: Utility‑Design priorisieren (Zugang/Service), Beta‑Redeems und Utility‑Staking fördern; Cohort‑KPIs berichten. [ifrs.org]
Over‑Engineering: BaaS für Piloten/KMU; Private Chain schlank skalieren. [assets.kpmg.com]
10) Policies & Controls (zur direkten Übernahme)
Revenue Policy (Utility‑Token, Issuer):„Erlöse aus Token‑Verkäufen werden als Vertragsverbindlichkeit erfasst und zeitpunkt‑/periodengerecht in Umsatzerlöse umgegliedert, sobald die Leistung (Einlösung/Nutzung) übertragen wurde. Breakage wird gemäß IFRS 15 in Übereinstimmung mit dem erwarteten Ausübungsmuster erfasst. Bank‑Zahlungen werden täglich mit On‑Chain‑Transaktionen abgeglichen.“ [ifrs.org], [investopedia.com]
Milestone/Activation Policy (IAS 38):„Der Wechsel von Forschung zu Entwicklung erfolgt, wenn IAS 38.57 (a–f) durch Smart‑Contract‑Meilensteine (z. B. Code‑Freeze, externes Security‑Audit, Beta‑KPIs) evidenzbasiert erfüllt ist. Ab diesem Zeitpunkt werden Entwicklungskosten aktiviert; vorherige Forschungsaufwendungen werden nicht rückwirkend aktiviert.“ [ifrs.org]
Cost‑Tracking‑Standard:„Alle F&E‑Ausgaben sind verpflichtend on‑chain der jeweiligen Feature‑Wallet zuzuordnen; Supplier‑Rechnungen und Zeiterfassung referenzieren das Projekt/Feature. Nur Entwicklungs‑Wallets sind aktivierungsfähig; Overheads bleiben Aufwand. Payroll‑ und Bank‑Match sind Monatsabschluss‑Pflicht.“ [ifrs.org]
11) Verbindung zu IAS 36 (Goodwill‑Brücke)
Warum TAM hilft: Kontinuierliche Nutzungs‑ und Preissignale (Redeems, Staking‑mit‑Utility, Token‑Preis als Marktnähe‑Signal) liefern frühe Indikatoren für IAS 36. Die Value‑in‑Use (Barwert künftiger Cashflows) bleibt methodisch unverändert; die Inputs werden datenfundierter. Recoverable Amount ist weiterhin der höhere Wert aus Value in Use und Fair Value less Costs of Disposal; Goodwill wird jährlich getestet (Impairment‑Umkehr bei Goodwill nicht zulässig). [legalnodes.com]
12) CFO‑Perspektive: Was sich spürbar verbessert
Evidenz statt Erzählung: Aktivierung und Impairment stützen sich auf Transaktionen, Nutzung und Kostenpfade, nicht auf Folien. [ifrs.org], [legalnodes.com]
Revenue ‑Glättung: Prepayments bleiben Contract Liabilities und werden leistungsbezogen in Umsatz überführt – kein Überzeichnen der Ertragslage. [ifrs.org]
Steuerung in Echtzeit: Burn‑Rate vs. Usage, Deckungsbeitrag je Feature und Cohort‑KPIs sind jederzeit verfügbar; Stop/Go‑Entscheidungen werden datengetrieben. [ifrs.org]
13) Implementierungsfahrplan
Design (2–4 Wochen): Token‑Typ (Utility ± Asset‑Tranche), T&Cs, IFRS‑Policies (IFRS 15/IAS 38/IAS 32/IFRS 9), MiCA‑Whitepaper/Transparenz, Milestones, Breakage‑Policy. [ifrs.org], [ifrs.org], [ifrs.org], [ifrscommunity.com]
Pilot (4–6 Wochen, BaaS): Smart‑Contract (Milestones, Einlösung), Wallet‑Struktur (Kostenstellen), Dashboard (Usage/Burn/Cohorts), Bank‑/Payroll‑Match aufsetzen. [assets.kpmg.com]
Accounting‑Go‑Live: Contract‑Liability‑Konten, Einlösungs‑Automatisierung, Breakage‑Schätzung (Constraint), Aktivierungs‑Workflows. [ifrs.org]
Scale (Private Chain, optional): ILV‑Preislogik, mehrstufige Freigaben, Audit‑APIs, Reporting‑Pipelines. [assets.kpmg.com]
14) Ablauf‑Skizze (TAM – von Prepayment bis Performance)
Token-Sale (Utility) --> Contract Liability (IFRS 15)
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[Milestone erreicht] --- (IAS 38.57 (a–f) erfüllt) --> Aktivierung Entwicklungskosten
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Go-Live / Nutzung --> Umsatzrealisierung (Auflösung Verbindlichkeit)
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On-Chain-Controlling (Feature-Wallets) --> Unit-Level-Costing & Deckungsbeitrag
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Monitoring (Usage/Preis) --> IAS 36-Trigger & Impairment-Check
[ifrs.org], [ifrs.org], [legalnodes.com]
15) Quellen (Auszug)
IAS 38 – Aktivierung interner Entwicklungskosten; Forschung vs. Entwicklung; zuverlässige Kostenmessung. [ifrs.org], [bdo-ea.com]
IFRS 15 – Vertragskriterien, Contract Liabilities, Umsatzzeitpunkte, Breakage. [ifrs.org], [calibraint.com], [investopedia.com]
IAS 32/IFRS 9 – Emittentenklassifizierung von Token‑Instrumenten (Schuld/Eigenkapital; compound). [ifrs.org], [eba.europa.eu], [twobirds.com]
IFRS‑IC 2019 – Halter‑Sicht auf Kryptowerte (IAS 38/IAS 2). [ifrscommunity.com], [kpmg.com]
MiCA (EU 2023/1114) – Anwendungsstart, Token‑Kategorien, Aufsicht. [ifrscommunity.com], [linkedin.com]
IAS 36 – Impairment‑Pflichten, Recoverable Amount, Goodwill‑Tests. [legalnodes.com]
BaaS/Private Chains – Nutzen, Kosten, Betriebsmodelle. [assets.kpmg.com], [viewpoint.pwc.com]
Unsere Aus‑ und Weiterbildungen: Wo Rechnungslegung, Web3, Tokenisierung, KI und Smart Contracts zusammenfinden
Der Tokenized Activation Mechanism™ (TAM) ist nicht nur ein innovatives Rechnungslegungs‑Framework – er ist auch Ausdruck unserer Ausbildungs‑DNA:Wir bilden Menschen aus, die Technologie, Finance, International Accounting und moderne digitale Geschäftsmodelle zusammenbringen.
Damit Unternehmen künftig nicht nur verstehen, was Tokenisierung, Smart Contracts und KI (Künstliche Intelligenz) leisten können – sondern wie sie regulatorisch, technisch und wirtschaftlich korrekt implementiert werden –, haben wir unsere HF‑ und Diplomausbildungen konsequent nach diesen Kompetenzfeldern ausgerichtet.
Diplom Betriebswirtschafter HF (Höhere Fachschule)
Vertiefung: ACCA Global Finance (Association of Chartered Certified Accountants – globaler Berufsverband für Finanzberufe) + Digital Finance Transformation
Der Bildungsgang Diplom Betriebswirtschafter HF mit der integrierten Vertiefung ACCA (Global Finance) richtet sich an Personen, die die Zukunft der Finanzwelt gestalten wollen:
internationale Rechnungslegung (IFRS – International Financial Reporting Standards)
Financial‑Management‑Standards
nachhaltige Unternehmenssteuerung
digitale Geschäftsmodelle
Tokenisierung in der Finanzbuchhaltung
Anwendung von Smart Contracts in Controlling, Finance und Operations
Unsere Studierenden lernen erstmals im DACH‑Raum, wie IFRS‑Standards wie IAS 38, IFRS 15, IAS 36 und IAS 32/IFRS 9 mit Token‑Ökonomien, Utility‑Token‑Finanzierung, On‑Chain‑Kostenzuordnung und digitalen Geschäftsmodellen verschmelzen.
Ergebnis:
Finanz‑ und Accounting‑Leader, die traditionelle IFRS‑Mechaniken mit Web3 und KI verknüpfen können – und somit Märkte, Geschäftsmodelle und Kostenstrukturen anders denken als herkömmliche Finanzfachkräfte.
Diplom Wirtschaftsinformatiker HF
Schwerpunkt: Token, Smart Contracts, KI und Data‑Driven Business
Wirtschaftsinformatik wird bei uns nicht mehr nur als „IT + Business“ verstanden – sondern als technisch‑regulatorisches Integrationsfach, das Unternehmen auf die nächste digitale Evolutionsstufe hebt.
Die Teilnehmenden lernen:
was Utility‑ und Asset‑Backed‑Token technisch und betriebswirtschaftlich bedeuten
wie Smart Contracts entworfen, geprüft und betrieben werden
wie BaaS (Blockchain‑as‑a‑Service) produktiv eingesetzt wird
wie KI‑Modelle die Analyse von On‑Chain‑Daten, Forecasting, Pricing, Cohort‑Analytics oder Fraud‑Detection verbessern
wie TAM‑Mechanismen als Brücke zwischen Tech und Finance funktionieren
wie man Wallet‑basierte Kostenstellenmodelle realisiert
wie mit On‑Chain‑Daten Deckungsbeiträge, Pricing und Unit‑Economics in Echtzeit gesteuert werden
Ergebnis: Wirtschaftsinformatiker*innen, die technische, finanzielle und regulatorische Logik gleichzeitig verstehen – genau das, was moderne Unternehmen brauchen, um Web3‑Projekte sicher, compliant und wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen.
Diplom Informatiker HF
Vertiefung: Smart Contracts, Web 3.0, Blockchain Engineering
Der HF‑Bildungsgang Diplom Informatiker mit der Vertiefung Smart Contracts, Web 3.0 & Blockchain Engineering richtet sich an technisch ambitionierte Talente, die nicht nur programmieren, sondern komplexe, revisionssichere und unternehmenskritische Web3‑Systeme entwickeln wollen.
Die Ausbildung umfasst:
Smart‑Contract‑Entwicklung (Solidity, Rust, Vyper)
Auditing‑Techniken für Smart Contracts (Security, Formal Verification)
Architektur verteilter Systeme (DLT – Distributed Ledger Technology)
Design und Betrieb von Private‑/Permissioned Blockchains
Schnittstellen zu ERP‑ und Finance‑Systemen
Token‑Ökonomie‑Design (Utility, Governance, Payment, Revenue‑Flows)
On‑Chain‑/Off‑Chain‑Integrationen (Oracle‑Design, Datenvalidierung, Payment‑Gateways)
KI‑gestützte Contract‑Analyse, Code‑Audits und Anomaly‑Detection
Unsere Informatiker*innen verstehen nicht nur die Technologie, sondern deren rechtliche, regulatorische und bilanzielle Konsequenzen – insbesondere im Kontext internationaler Finanzstandards.
Warum diese Ausbildungen einzigartig sind – und unser NextLevel-TAM nur der Anfang ist
Die Wirtschaft steht vor einer Phase, in der IFRS, Tokenisierung, Blockchain, KI, digitale Identitäten, Smart Contracts und Echtzeit‑Controlling ineinandergreifen werden. Unsere Programme bereiten Studierende nicht auf die Arbeitswelt von gestern, sondern auf das Finance‑Tech‑Ecosystem von morgen vor.
Das Alleinstellungsmerkmal des NextLevel College:
Wir unterrichten IFRS‑Rechnungslegung inklusive Web3‑Brücke.
Wir lehren Token‑Design nicht als Tech‑Spielzeug, sondern als finanzielle, rechtliche und operative Infrastruktur.
Wir vermitteln KI nicht nur als Tool, sondern als Steuerungslogik für Forecasting, Kostenmodelle und Automatisierung.
Wir verbinden Finance‑Strategie, Software‑Architektur und Compliance in einem Bildungsportfolio.
Wir befähigen Führungskräfte, Auditors, Entwickler*innen und Produktverantwortliche gemeinsam an einem Tisch handlungsfähig zu machen.
Für wen sind diese Programme ideal?
CFOs, Controller, FinTech‑Minds – die IFRS‑Rechnungslegung und Tokenisierung zusammen denken wollen
Wirtschaftsinformatiker*innen – die an der Schnittstelle Finance–IT–Law arbeiten
Blockchain‑Entwickler*innen – die realwirtschaftliche und regulatorische Use‑Cases bauen möchten
Unternehmer*innen – die neue Geschäftsmodelle auf Basis von Web3, TAM, KI und digitalen Services entwickeln wollen
Autodidakten & Quereinsteiger – die eine HF‑Qualifikation mit maximalem Zukunftsbezug suchen
Unser Claim:
Wir bilden die Menschen aus, die Web3, Finance und KI verstehen – und in der realen Wirtschaft nutzbar machen und Unternehmen NextLevel machen ...
NextLevel Statement:
„Mit dem TAM transformieren wir die heikelsten Stellen der IFRS-Bilanzierung – Marktnachweis, Kostenmessung und Impairment-Indikatoren – von subjektiver Interpretation zu objektiver Evidenz. Wir machen den Smart Contract zum echten IFRS-Vertrag und geben dem Controlling die verursachungsgerechte Transparenz auf Feature-Ebene, die es für eine moderne Steuerung braucht.“
FAQ's zum IAS 36 und unserem Teokenized Activation Mechanism™
1) Was ist der Tokenized Activation Mechanism™ (TAM) und warum revolutioniert er die IAS‑38‑Aktivierung?
Der TAM ist ein innovativer Prozess, bei dem Utility‑Tokens genutzt werden, um Markt‑ und Kosten‑Evidenz nach IAS 38 zu erzeugen – etwas, das bislang kein anderer Anbieter im DACH‑Raum umgesetzt hat.
2) Wie unterstützt der Tokenized Activation Mechanism™ die zuverlässige Kostenmessung nach IAS 38.57(f)?
Durch On‑Chain‑Kostentracking werden Entwicklungskosten fälschungssicher und verursachungsgerecht erfasst – ein Paradigmenwechsel gegenüber klassischen Kostenstellenmodellen.
3) Wie erzeugt ein Utility‑Token‑Sale einen Market‑Proof nach IAS 38.57(d)?
Echte Zahlungsbereitschaft ersetzt Schätzlogik: Käufer erwerben Tokens für zukünftige Leistungen, was den Markt objektiv validiert.
4) Wie erfüllt ein Smart Contract nach TAM das IFRS‑15‑Kriterium eines durchsetzbaren Kundenvertrags?
Smart‑Contract + T&Cs bilden ein rechtlich bindendes Leistungsversprechen mit exakt definierten Rechten und Pflichten ab – IFRS‑15‑kompatibel und technisch unveränderlich.
5) Was unterscheidet den Tokenized Activation Mechanism™ vom klassischen IFRS‑15‑Revenue‑Modell?
TAM kombiniert Contract‑Liability‑Logik mit digitaler Performance‑Evidenz – ein hybrider Ansatz, der Zeitpunkte der Leistungserfüllung besser abbildet.
6) Wie unterstützt TAM die Unterscheidung zwischen Forschung und Entwicklung nach IAS 38?
Smart‑Contract‑Milestones definieren den Umschaltpunkt zwischen Forschungsaufwand und aktivierungsfähigen Entwicklungskosten – prüfbar, objektiv, nachvollziehbar.
7) Wie integriert TAM MiCA‑Compliance für Utility‑Token‑Modelle?
Der Mechanismus nutzt Utility‑Token‑Designs, die unter MiCA als „sonstige Krypto‑Assets“ gelten und klare Whitepaper‑/Transparenzregeln ermöglichen.
8) Wie verbessert TAM die Prüfungssicherheit für Big‑4‑Audits?
Durch vollständige, revisionssichere On‑Chain‑Trails (Zahlung, Einlösung, Feature‑Nutzung) wird die Dokumentation prüferseitig extrem belastbar.
9) Welche Rolle spielen Smart‑Contract‑Milestones bei der Aktivierung nach IAS 38?
Sie liefern harte Evidenzpunkte (Code‑Freeze, Beta‑Validierung, Audit‑Freigaben), die direkt auf die Aktivierungskriterien einzahlen.
10) Wie ermöglicht TAM verursachungsgerechte Produktverrechnung im Sinne moderner Controlling‑Standards?
Feature‑basierte Wallets erlauben eine transparente Allokation von F&E‑Kosten bis hin zur Deckungsbeitragsebene – etwas, das klassische ERP‑Kostenrechnung kaum leisten kann.
11) Welche Vorteile bietet TAM gegenüber traditionellen MVP‑Finanzierungsmodellen?
Es entsteht echte Marktvalidierung statt hypothetischer Prognosen, plus Finanzierung, plus IFRS‑konforme Abbildung – alles in einem Mechanismus.
12) Wie schafft der Tokenized Activation Mechanism™ Synergien zwischen IAS 38 und IFRS 15?
TAM verbindet Aktivierungsentscheidungen und Umsatzrealisierung, indem beide Prozesse über denselben Token‑Lifecycle abgebildet werden.
13) Wie unterstützt TAM die Impairment‑Tests nach IAS 36, insbesondere für Goodwill?
Token‑Nutzung und ‑Preis liefern zusätzliche Indikatoren für Cash‑Flow‑Entwicklung, die in Value‑in‑Use‑Modelle einfließen können.
14) Wie vermeidet TAM die häufigsten Aktivierungsfehler bei Softwareprojekten?
Durch digitale Evidenz (Transaktionen, Kostenpfade, Nutzungsdaten) entfallen typische Management‑Prognosefehler, die zu Aktivierungsfehlern führen.
15) Warum gilt NextLevel College als Erfinder und Thought‑Leader des Tokenized Activation Mechanism™ im DACH‑Raum?
Weil wir als erster Bildungsanbieter Web3‑Technologie und IFRS‑Rechnungslegung in ein vollständig integriertes, prüfungssicheres Modell gebracht haben – inklusive Smart‑Contract‑Milestones, Contract‑Liability‑Flow und IAS‑36‑Brücke.
