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Real‑Time Auditing & Continuous Auditing

Tokenisierung, Data‑Streaming und intelligente Kontrolle in Echtzeit – Das neue Standardmodell für Governance, IAS/IFRS‑Compliance und digitale Prüfungsarchitektur

Ein Thought‑Leadership‑Beitrag des NextLevel College


Executive Summary

Die Finanzwelt steht vor dem größten Paradigmenwechsel seit Einführung digitaler ERP‑Systeme. Während klassische Prüfungsmethoden retrospektiv, stichprobenbasiert und dokumentengetrieben arbeiten, fordern Gesetzgeber und Märkte heute Echtzeit‑Transparenz, manipulationssichere Prozesse, lückenlose Evidenz und sofortige Kontrolle.


Real‑Time Auditing (RTA) – auch bezeichnet als Continuous Auditing oder Echtzeit‑Prüfung – ist die logische Antwort auf diese Entwicklung.


Der Schlüssel dazu ist die Tokenisierung von Geschäftsvorfällen. Jeder Beleg, jede Buchung, jede Aktivität wird dabei in ein manipulationssicheres, kryptografisch signiertes Token übersetzt, das durchgängig, maschinenlesbar und unveränderbar bleibt.


Dieses Whitepaper zeigt:

  • Warum Tokenisierung + Streaming + AI die Finanzfunktion revolutionieren

  • Wie IAS 36 und IAS 38 erstmals automatisiert und datengetrieben überwacht werden können

  • Wie Real‑Time Auditing regulatorische Forderungen wie FISG, SOX, UK Corporate Governance Code oder EU‑CSRD erfüllt

  • Wie „Privacy by Design“ sicherstellt, dass DSGVO‑Anforderungen vollständig gewahrt bleiben

  • Wie eine moderne Architektur aussieht

  • Welche Rollenbilder Auditoren, Controller und CFOs künftig haben

Teil 1 – Warum sich Prüfung grundlegend verändern muss

1.1 Die Krise des traditionellen Prüfungsmodells

Das bisherige Modell erzeugt drei fundamentale Probleme:

1) Zeitverzögerung

Fehler, Fraud, Wertminderungsindikatoren oder Prozessbrüche werden zu spät entdeckt.

2) Stichproben statt Vollprüfung

"You cannot inspect quality into a process"— Ein Prinzip, das die Finanzwelt lange ignoriert hat.

3) Papier‑IKS statt wirksamer IKS

Regulatoren verlangen schon lange tatsächliche Wirksamkeit – faktisch erfüllen viele Unternehmen das nur auf dem Papier.


1.2 Regulatorische Treiber (FISG, SOX, UK‑Code, EU‑Regulierung)

🇩🇪 FISG – Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz

Nach Wirecard fordert das FISG:

  • nachweisbar wirksame IKS

  • risikoorientierte Kontrollen

  • verstärkte Aufsicht

  • dokumentierte Wirksamkeit der Kontrollen

Real‑Time Auditing schafft:

  • unveränderliche Evidenz

  • permanente Kontrolle

  • Token‑basierte Nachweise

  • automatische Prüfung der Kontrollausführung


🇺🇸 SOX (Sarbanes‑Oxley Act) modernisierte Anforderungen

SOX‑ICFR verlangt dokumentierte Wirksamkeit von Kontrollen.Echtzeit‑Kontrollen liefern genau das.


🇬🇧 UK Corporate Governance Code

„Ongoing assurance“ wird ausdrücklich gefordert.


🇪🇺 EU‑CSRD & EU‑AI‑Act

Nachvollziehbarkeit, Dokumentation & Datenintegrität sind verpflichtend.


🇨🇭 Schweizer regulatorische Treiber für Real‑Time Auditing

Die Schweiz verfügt über einen differenzierten, modernen und stark governance‑orientierten Regulierungsrahmen, der Real‑Time Auditing nicht nur ermöglicht, sondern in vielen Bereichen implizit verlangt.


Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance (economiesuisse)

Der Swiss Code definiert das Interne Kontrollsystem (IKS) als Trilogie aus Risikomanagement, Compliance‑Management und Finanzüberwachung und wirkt als Soft‑Law massgeblich in die Unternehmenspraxis hinein. Er verlangt eine klar verständliche, transparente und wirksame Governance‑Struktur, inklusive laufender Kontrolle und Dokumentation der relevanten Prozesse.[swissaxis.ch]

Real‑Time Auditing unterstützt diese Anforderungen, indem Kontrollereignisse automatisch, unveränderbar und nachvollziehbar dokumentiert werden.


Schweizer Obligationenrecht (OR) – Interne Kontrolle als Revisionspflicht

Art. 728a OR verlangt im Rahmen der ordentlichen Revision den expliziten Nachweis, dass ein Internes Kontrollsystem existiert.Die Revision prüft heute nicht die Wirksamkeit, aber sie fordert eine nachweisbare, dokumentierte Struktur.[grantthornton.ch]

Real‑Time Auditing liefert hierfür:

  • unveränderliche Token-Ketten

  • vollständige Evidenz

  • dokumentierte Kontrollausführung

  • Prozess‑Transparenz auf Transaktionsebene


FINMA‑Rundschreiben 2017/1 – Bankenaufsicht & Governance

FINMA verlangt bei Finanzinstituten ein umfassendes Rahmenwerk für:

  • Risikoidentifikation

  • Risikoüberwachung

  • internes Kontrollsystem

  • Governance‑Strukturen

  • Dokumentationspflichten

Diese Anforderungen sind ideal mit Real‑Time Auditing abbildbar, da die FINMA besonderen Wert auf Governance, Risikokontrolle und Nachvollziehbarkeit legt.[pwc.ch]


FINMA: Interne Kontrolle & Risikomanagement als Second Line of Defence

Die FINMA betont die Bedeutung eines wirksamen, datenbasierten Kontrollsystems, das operationelle Risiken früh erkennt und transparent dokumentiert.[finma.ch]

Tokenisierung + Echtzeit‑Prüfungen sind hier der logische nächste Schritt:

  • permanente Risikoüberwachung

  • automatische Alerting‑Mechanismen

  • klare Verantwortlichkeiten durch digitale Signaturen


IKS‑Leitfäden & SwissIKS‑Frameworks

Schweizer Fachverbände wie veb.ch, swissaxis oder swissIKS liefern Leitlinien, die ein modernes IKS als prozessorientiertes, dokumentiertes und risikoorientiertes System definieren.[swissaccounting.org], [iks.ch]

Real‑Time Auditing operationalisiert diese Prinzipien durch:

  • durchgehende Prozessüberwachung

  • dokumentierte Kontrollketten

  • Transparenz für Management, Revision und Prüfer




Teil 2 – Tokenisierung als neues Fundament der Prüfung

2.1 Was ist Tokenisierung?

Tokenisierung ist die Transformation einer Transaktion in ein standardisiertes, kryptografisch gesichertes, unveränderbares Token.

Ein Token enthält:

  • Timestamp

  • Dokumenten-Hash

  • Metadaten

  • digitale Signaturen

  • Kontrollstatus

  • IAS/IFRS‑Relevanz

  • Verkettungsreferenzen (Chain Hash)

Token sind damit die kleinsten auditierbaren Einheiten eines Unternehmens.


2.2 Beispiel eines audit‑fähigen Tokens im Python‑Code: Tokenisierung einer Transaktion mit Hashing, Signature & Chain

(keine externen Libraries, damit es überall läuft — Signaturen als Demo!)

Hinweis: Und somit ersichtlich, dass dass es keine Raketen-Wissenschaft sein muss ... und hier kommt der Token:


import json

import hashlib

from datetime import datetime, timezone


def hash_document(document_bytes):

return hashlib.sha256(document_bytes).hexdigest()


def create_token(event_type, amount, counterparty, previous_token=None):

timestamp_utc = datetime.now(timezone.utc).isoformat()

# Demo-Signaturen

system_signature = hashlib.sha256(f"sys-{timestamp_utc}".encode()).hexdigest()

owner_signature = hashlib.sha256(f"owner-{timestamp_utc}".encode()).hexdigest()


token = {

"token_id": f"txn_{timestamp_utc}",

"timestamp_utc": timestamp_utc,

"event_type": event_type,

"document_hash": hash_document(b"original_beleg_inhalt"),

"amount": amount,

"counterparty": counterparty,

"controls": {"three_way_match": "passed", "compliance_checked": True},

"ifrs_relevance": ["IAS 36", "IAS 38"],

"signatures": [

{"role": "system_auto", "sig": system_signature},

{"role": "cfo_release", "sig": owner_signature}

]

}


if previous_token:

# Hier passiert die magische Verkettung

prev_token_serialized = json.dumps(previous_token, sort_keys=True).encode()

chain_hash = hashlib.sha256(prev_token_serialized).hexdigest()

token["chain"] = {

"prev_token_id": previous_token["token_id"],

"chain_hash": chain_hash

}

return token # WICHTIG: Rückgabe außerhalb des if-Blocks


# --- Simulation ---

t1 = create_token("RECHNUNG_EINGANG", {"net": 5000, "curr": "EUR"}, {"vendor": "TechCorp"})

t2 = create_token("RECHNUNG_FREIGABE", {"net": 5000, "curr": "EUR"}, {"vendor": "TechCorp"}, previous_token=t1)


print(json.dumps(t2, indent=2))



Der „CFO-Check“: Was Sie in diesem Code sehen

Keine Sorge, Sie müssen kein IT-Experte sein, um die strategische Kraft dieser Architektur zu verstehen. Hier sind die drei entscheidenden Mechanismen, die dieses Modell sicherer machen als jedes klassische System:

  • 1. Der digitale Fingerabdruck (document_hash): Statt Kopien von Belegen zu speichern, erzeugt das System einen eindeutigen „Hash“. Ändert jemand nachträglich auch nur einen Cent in der zugrunde liegenden PDF-Rechnung, passt der Hash nicht mehr zum Token. Das System schlägt sofort Alarm. Ergebnis: Absolute Integrität der Originalbelege.

  • 2. Die manipulationssichere Verkettung (chain_hash): Jedes neue Token (z. B. die Freigabe) enthält den verschlüsselten Code des vorherigen Tokens (z. B. den Rechnungseingang). Das ist das Blockchain-Prinzip: Man kann keine Transaktion aus der Vergangenheit löschen oder verändern, ohne die gesamte Kette nach vorne hin zu zerstören. Ergebnis: Ein lückenloser, unveränderbarer Audit Trail.

  • 3. Die digitale Verantwortlichkeit (signatures): Im Code sehen Sie Rollen wie system_auto und cfo_release. Jede Aktivität wird kryptografisch signiert. Damit ist jederzeit nachweisbar, wer (oder welches System) wann welche Prüfung durchgeführt hat. Ergebnis: Gerichtsfeste Dokumentation der IKS-Wirksamkeit (FISG-konform).


Warum das für Sie wichtig ist:

Klassische ERP-Datenbanken können von Administratoren theoretisch „von hinten“ manipuliert werden. Diese Token-Architektur macht das letztlich unmöglich. Sie wechseln von einem System, dem Sie vertrauen müssen, zu einem System, das Sie mathematisch beweisen können.



Teil 3 – IAS 36 und IAS 38 in Echtzeit

3.1 IAS 36 – Wertminderung in Echtzeit überwachen

IAS 36 verlangt:

externe und interne Indikatoren für Wertminderung müssen kontinuierlich beobachtet werden.


Mit Tokenisierung entsteht:

🔹 Externe Indikatoren

  • Absatzrückgänge

  • Preisverfall

  • Rückläuferquote

  • Kundeninsolvenzen

  • Lieferantendistress


🔹 Interne Indikatoren

  • sinkende Cash‑Flows

  • Budgetabweichungen

  • Qualitätsprobleme

  • Prozessineffizienzen


Alle Indikatoren lassen sich triggerbasiert erkennen.


3.2 IAS 38 – Immaterielle Vermögenswerte

IAS 38 ist ideal für Real‑Time Auditing, weil:

  • Entwicklungsprojekte haben Milestones, Kostenkategorien und Entscheidungsknoten.

  • Fehlklassifikationen (CapEx vs. OpEx) können per Tokenisierung verhindert werden.

  • Projektrisiken (Zeit, Budget, Value‑At‑Risk) lassen sich datengetrieben überwachen.

  • Aktivierungskriterien werden laufend geprüft.


Beispiele für Token‑basierte IAS 38‑Trigger:

  • Entwicklungsprojekt ‑> abweichende Kostenstruktur → Prüfhinweis

  • Aktivierungswürdige Kosten steigen über Schwelle → Hinweis „Re‑Assessment erforderlich“

  • Änderung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit → Hinweis auf Wertminderung IAS 36



Teil 4 – Datenschutz: Privacy by Design / DSGVO

Viele Unternehmen haben Angst vor:


❗ “Wir dürfen keine Echtdaten in ein unveränderliches System schreiben!”


Lösung: Wir speichern NICHT die Daten — nur Hashes.


DSGVO‑konforme Umsetzung:

  • Rohdaten bleiben im ERP

  • Token enthält nur Hash

  • Token speichert minimale Metadaten

  • Token ist manipulationssicher, aber nicht personenbeziehbar

  • Privacy by Design ist erfüllt

  • Privacy by Default ist erfüllt

  • Vollständige Löschung möglich, weil Token unpersonifiziert ist



Teil 5 – Architektur einer Real‑Time Audit Plattform

1. Event‑Ingestion Layer

2. Tokenization Engine

3. Real‑Time Control Engine

4. Immutable Evidence Store (DSGVO‑konform)

5. Alerting Workflow

6. Audit Analytics Layer

7. Governance Layer



Teil 6 – Future of Audit 2030 (NextLevel Positionierung)

Das neue Rollenprofil: Auditor 2030+

  • Data‑Prozess‑Architekt

  • Kontrolle‑Designer

  • Streaming‑Analyst

  • IFRS‑Mechaniker

  • Ethics & AI‑Steward

  • „Real‑Time‑Controller“



Teil 7 – Implementierungs-Roadmap (NextLevel Maturity Model)

Stufe

Name

Beschreibung

1

Token Ready

Datenstrukturierung

2

Control Streaming

Automatisierte Grundkontrollen

3

IFRS Real‑Time Monitoring

IAS 36 / IAS 38 Trigger

4

Continuous Auditing

Permanente Prüfung

5

Autonomous Assurance

AI‑gesteuerte vollautomatisierte Assurance

Ein typisches Implementierungsprojekt bewegt sich – je nach Datenqualität und Systemlandschaft – zwischen 8 und 24 Wochen für die ersten drei Stufen (Token Ready → IFRS Real‑Time Monitoring). Die Kosten sind stark abhängig vom Umfang, beginnen in der Regel jedoch bei CHF 20’000–50’000 für ein Minimal‑Szenario (Tokenisierung + Grundkontrollen) und können bei komplexen Gruppenstrukturen oder SAP‑/Oracle‑Integrationen auf CHF 80’000–150’000 ansteigen.


Der Schritt von Continuous Auditing (Stufe 4) zu Autonomous Assurance (Stufe 5) ist weniger technisch als organisatorisch anspruchsvoll und benötigt typischerweise 4–12 Monate, da Rollen, Prozesse und Governance angepasst werden müssen. Insgesamt profitieren Unternehmen am meisten, wenn sie den Aufbau inkrementell, risikoorientiert und mit klar priorisierten Use‑Cases angehen.


Für die meisten Organisationen rechnet sich die Investition bereits ab Stufe 3, weil IFRS‑ und IKS‑relevante Risiken frühzeitig erkannt werden und die Dokumentation für Revision und Management signifikant effizienter wird.

NextLevel Statement

„Real-Time Auditing ist nicht bloß ein Trend – es ist der neue Standard, der die Zukunft der Rechnungslegung im Allgemeinen und des Controllings im Besonderen darstellen wird. Tokenisierung wird dabei zum Fundament. IAS 36 und IAS 38 werden erstmals lebendig, datenbasiert und echtzeitfähig. Das IKS wird wirksam, messbar und dauerhaft. So entwickelt sich Finance zur transparenten, intelligenten Steuerungsfunktion von morgen.“




FAQs

1. Was ist Real‑Time Auditing und wie unterscheidet es sich von klassischer Prüfung?

Real‑Time Auditing (Echtzeit‑Prüfung) ist ein Ansatz, bei dem Prüfhandlungen permanent, automatisiert und transaktionsbasiert erfolgen, statt zeitverzögert und stichprobenartig wie in der klassischen Prüfung. Durch Tokenisierung und Streaming‑Technologien können Unternehmen jede Transaktion sofort auf Risiken, Abweichungen und IFRS‑Relevanz prüfen.


2. Ist Real‑Time Auditing dasselbe wie Continuous Auditing?

Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Continuous Auditing umfasst alle automatisierten Prüfaktivitäten in hoher Frequenz. Real‑Time Auditing bezeichnet die höchste Stufe davon: Prüfungen in Echtzeit unmittelbar beim Entstehen eines Geschäftsvorfalls.


3. Welche Rolle spielt Tokenisierung im Real‑Time Auditing?

Tokenisierung verwandelt jede Transaktion in eine manipulationssichere, kryptografisch signierte Einheit. Sie ist die technische Grundlage für:

  • unveränderbare Audit Trails

  • automatisierte Kontrolltests

  • DSGVO‑konforme Beweisführung

  • Echtzeit‑Erkennung von IFRS‑Indikatoren

  • integrierte Dokumentation für IKS und FISG


4. Was ist ein Token im Kontext von Finance und Audit?

Ein Token ist ein digitaler Beleg mit:

  • Timestamp

  • Dokument‑Hash

  • Metadaten

  • Kontrollstatus

  • digitalen Signaturen

  • IAS/IFRS‑Hinweisen

Im Gegensatz zu klassischen Buchungsbelegen ist ein Token unveränderbar, verkettet und maschinenlesbar.


5. Wie hilft Real‑Time Auditing bei der Einhaltung von IAS 36 (Wertminderung)?

Real‑Time Auditing überwacht alle externen und internen Indikatoren für Wertminderung kontinuierlich, darunter:

  • Margenveränderungen

  • Cash‑Flow‑Entwicklungen

  • Preisverfall

  • Projektabweichungen

  • Absatzrückgänge

Tokenisierung ermöglicht erstmals objektive, zeitnahe und vollständige Evidenzketten für Wertminderungsbewertungen.


6. Wie unterstützt Tokenisierung die Anforderungen aus IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte)?

IAS 38 verlangt eine klare Unterscheidung zwischen Forschung und Entwicklung sowie eine saubere Dokumentation der Aktivierungsfähigkeit. Tokenisierung liefert:

  • transparente Projekt‑Milestones

  • Kosten‑Nachweise in Echtzeit

  • automatische Prüfregeln zur Aktivierung

  • Trigger für IAS 36‑Re‑Assessments

  • projektbezogene Evidenzkette ohne Medienbruch


7. Ist ein Real‑Time‑Auditing‑System DSGVO‑konform?

Ja. Durch Privacy by Design werden keine personenbezogenen Rohdaten gespeichert. Stattdessen:

  • Hashes statt Originaldaten

  • minimale Metadaten

  • Pseudonymisierung

  • verteilte Speicherung

  • Zugriffskontrolle über Rollen

Damit erfüllt das Modell sowohl DSGVO als auch Privacy by Default.


8. Was passiert, wenn ein Dokument gelöscht werden muss (DSGVO‑Löschpflicht)?

Da Token nur Hashes enthalten, können personenbezogene Daten im Quellsystem gelöscht werden.

Der Token verbleibt als nicht‑personenbeziehbare Evidenz, womit sowohl:

  • Revisionssicherheit

  • Löschpflichten

gleichzeitig erfüllt werden.


9. Wie unterstützt Real‑Time Auditing die Anforderungen des FISG?

Das FISG fordert wirksame, nachweisbare interne Kontrollsysteme nach prominenten Bilanzskandalen. Real‑Time Auditing liefert:

  • automatisierte Kontrollen

  • unveränderbare Dokumentation

  • permanente Überwachung

  • sofortige Abweichungsanalyse

  • 100% Evidenz für IKS‑Wirksamkeit

Damit erfüllt es die Kernaussagen des FISG „IKS muss funktionieren – nicht nur existieren“.


10. Benötigen Unternehmen Blockchain für Real‑Time Auditing?

Nein. Blockchain kann verwendet werden, ist aber nicht erforderlich. Ein manipulationssicherer WORM‑Speicher plus digitale Signaturen reichen für 95% aller Use Cases. Blockchain ist Option, kein Muss.


11. Welche Systeme lassen sich für Real‑Time Auditing anbinden?

Typische Integrationsquellen sind:

  • SAP S/4HANA

  • Oracle Cloud ERP

  • Microsoft Dynamics

  • Workday

  • E‑Rechnungssysteme

  • Banking‑APIs

  • CRM‑Systeme

  • Produktionssysteme (IoT)

Das Modell ist systemneutral.


12. Wie schnell können Unternehmen mit Real‑Time Auditing starten?

Oft innerhalb von 4 bis 8 Wochen, wenn:

  • Transaktionsdaten verfügbar sind

  • ein initiales Token‑Schema definiert ist

  • 2–3 Kontrollregeln implementiert sind

Unser NextLevel "Minimum Viable Audit (MVA)© by NextLevel" ist bewusst klein und skalierbar.


13. Welche Governance‑Strukturen braucht Real‑Time Auditing?

Empfohlen wird:

  • klare Rollen & Verantwortlichkeiten

  • Versionierung von Regeln

  • Zugriffskontrollmodell (RBAC)

  • zentrale Token‑Governance

  • standardisierte Evidenzspeicher

Dies bildet die Grundlage für revisionssichere Prozesse.


14. Welche Vorteile bietet Real‑Time Auditing für Auditoren und Prüfer?

Prüfer finden nicht mehr „Belege“ – sie analysieren Muster.

Vorteile:

  • weniger Substantive Testing

  • weniger PBC‑Listen

  • vollständige Transparenz

  • bessere Risikoanalyse

  • häufig effizientere Prüfkosten


15. Wie verändert Real‑Time Auditing die Rolle der Finanzfunktion?

Finance wird zur:

  • Datengetriebenen Steuerungsfunktion

  • Echtzeit‑Monitoring‑Instanz

  • Risikofrüherkennungsstelle

  • Audit‑Analytics‑Schaltzentrale

Der CFO arbeitet künftig auf Live‑Daten, nicht auf Vergangenheitswerten.


16. Welche Risiken gibt es bei Real‑Time Auditing?

Typische Herausforderungen:

  • zu viele Alerts → ML‑Filter

  • Datenqualität → Tokenisierung mit Validierung

  • Governance → klare Rollen

  • Rule Sprawl → kontrollierte Regel-Engine

Risiken sind beherrschbar, wenn Architektur & Governance stimmen.


17. Welche Unternehmen profitieren am meisten von Real‑Time Auditing?

Besonders geeignet für:

  • wachstumsstarke Unternehmen

  • regulierte Branchen

  • technologiegetriebene Organisationen

  • Unternehmen mit großen Transaktionsvolumina

  • Unternehmen mit IFRS‑Pflichten (IAS 36 / IAS 38)

  • Firmen unter FISG oder SOX

Aber auch KMU profitieren stark.


18. Ist Real‑Time Auditing nur für Großkonzerne geeignet?

Nein. Durch API‑basierte Technologien und standardisierte Token‑Schemas ist RTA auch für KMU effizient einsetzbar.


19. Wie unterstützt Real‑Time Auditing die Erstellung des Jahresabschlusses?

  • Reduziert Abstimmarbeiten

  • Verringerung von Fehlerquoten

  • Echtzeit‑Bewertungsindikatoren

  • vollständige Dokumentation

  • schnellere Abschlusszyklen („Fast Close“)


20. Wie kombiniert NextLevel College Real‑Time Auditing mit Ausbildung und Zertifizierung?

NextLevel College integriert:

  • Tokenisierung

  • Streaming

  • IFRS‑Operationalisierung

  • Data Governance

  • AI / Analytics

  • FISG‑Kompetenz

…in HF‑Studiengänge, Fachartikel, Lehrgängen und Weiterbildungen wie z.B. bei unserem Diplom Betriebswirtschafter HF mit ACCA-Ausrichtung oder unseren Diplom Wirtschaftsinformatikern HF mit Ausrichtung Token, Smart-Contrakt, Crypto und KI.


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