Forecast Accuracy / Forecast Bias
Deutsch: Prognosegenauigkeit / Prognoseverzerrung
Status: Core Capability im Performance Management, S&OP (Sales & Operations Planning), Rolling Forecast, APM/PM (Advanced/Performance Management)
Definition
Forecast Accuracy (Prognosegenauigkeit) misst, wie nah eine Prognose (Forecast) an der späteren Realität (Actuals) liegt. Forecast Bias (Prognoseverzerrung) misst, in welche Richtung Prognosen systematisch danebenliegen (z. B. tendenziell zu hoch = Optimismus, tendenziell zu niedrig = Pessimismus/Sandbagging).
Beides zusammen beantwortet die zwei Kernfragen:
„Wie gut ist unsere Vorhersagefähigkeit?“
„Ist der Fehler zufällig – oder steckt ein Muster (Bias) dahinter?“
Executive Summary
Warum wichtig? Forecast Accuracy & Bias sind der Taktgeber für Kapazitätsplanung, Working Capital, Preis‑/Promo‑Politik, Produktionslosgrößen, Service‑Level, Cash‑ und Liquiditätsplanung, Investor Relations und Bonus/OKR‑Systeme.
Accuracy ohne Bias‑Analyse ist gefährlich: Ein „guter“ Durchschnittswert kann schlechte systematische Fehler verdecken.
NextLevel‑Ansatz:
Governance‑first (Definitionen, Owner, Zeitfenster, Versionierung)
Treiberlogik statt reine Statistik (Preis, Mix, Saison, Kampagnen, Kapazität, Engpass)
Forecast Value Add (FVA) zur Bewertung, welcher Prozess/Layer die Prognose wirklich verbessert.
Ergebnis: Präzisere Entscheidungen, weniger Zielkonflikte, schnelleres Lernen.

2) Wo Forecast Accuracy & Bias wirken (Impact‑Karte)
S&OP / Demand Planning: Service‑Level, Bestände (Sicherheitsbestand), Obsoleszenz, Losgrößen.
Finance / Rolling Forecast: EBIT/EBITDA‑Trefferquote, Cash‑Plan, Covenants, Guidance.
Supply Chain / Operations: Kapazitätsbelegung, Overtime, Outsourcing, Engpasssteuerung.
Sales & Marketing: Kampagnen‑Timing, Preiselastizität, Mix‑Steuerung.
HR/Workforce:
