top of page
Filtern nach CIMA Labels

Benchmarking

Benchmarking - Warum der Vergleich mit anderen Unternehmen die Welt veränderte – und warum er heute nicht mehr ausreicht


Kurze Definition

Benchmarking ist ein systematischer Instrumentenansatz der Unternehmenssteuerung, bei dem die eigenen Leistungen, Prozesse, Produkte oder Finanzkennzahlen mit definierten Referenzwerten (Benchmarks) – etwa von Marktführern, branchenfremden Best-in-Class-Unternehmen oder internen Einheiten – verglichen werden.


Das primäre Ziel: Eigene Leistungslücken und Ursachen zu identifizieren, um durch gezielten Wissenstransfer kontinuierliche Verbesserungen und operative Exzellenz zu erreichen.

Warum Benchmarking entstand

Über Jahrhunderte hinweg führten Unternehmen ihre Geschäfte ohne systematische Vergleiche. Unternehmer orientierten sich an Erfahrung, Beobachtung und Intuition.

Solange Märkte lokal waren und Wettbewerber überschaubar blieben, funktionierte dieses Modell erstaunlich gut.

Mit Industrialisierung, Globalisierung und wachsender Unternehmensgröße änderte sich die Situation grundlegend.

Plötzlich entstanden neue Fragen:

  • Sind wir produktiver als andere?

  • Sind unsere Kosten wettbewerbsfähig?

  • Arbeiten unsere Prozesse effizient?

  • Warum wächst ein Wettbewerber schneller als wir?

  • Warum erreicht ein anderes Unternehmen bessere Ergebnisse?

Die moderne Managementwelt benötigte einen neuen Referenzpunkt.

So entstand Benchmarking.

Die Grundidee war einfach:

Wenn wir wissen, wie andere Unternehmen arbeiten und welche Ergebnisse sie erzielen, können wir unsere eigene Leistung besser bewerten.

Zum ersten Mal wurde Unternehmenssteuerung nicht nur nach innen, sondern auch nach außen ausgerichtet.

Damit begann eine der wichtigsten Entwicklungen der modernen Managementgeschichte.


Das grundlegende Problem vor dem Benchmarking

Ein KPI kann eine Zahl liefern (wie zum Beispiel in unserem Artikel Kapitalpanel)

Beispielsweise:

  • EBIT-Marge: 12 %

  • OEE: 75 %

  • Reklamationsquote: 1,8 %

  • Kundenzufriedenheit: 82 %

Doch eine Zahl allein beantwortet noch keine einzige Managementfrage.

Denn jede Führungskraft stellt sofort die gleiche Rückfrage:

Ist das gut oder schlecht?

Genau hier beginnt Benchmarking.

Benchmarking liefert den Kontext.

Eine EBIT-Marge von 12 % bedeutet etwas völlig anderes, wenn:

  • der Branchendurchschnitt bei 4 % liegt,

  • die Marktführer 15 % erreichen,

  • neue Wettbewerber bereits 20 % erzielen.

Benchmarking verwandelte isolierte Kennzahlen erstmals in vergleichbare Informationen.



Die große Innovation

Die eigentliche Innovation des Benchmarkings bestand nicht im Vergleich selbst.

Menschen vergleichen sich seit Jahrtausenden.

Neu war die systematische Anwendung auf Unternehmen.

Benchmarking basiert auf einer einfachen Management-Hypothese:

Wer die Unterschiede zwischen sich und den Besten versteht, kann gezielt besser werden.

Diese Idee wurde in den 1980er-Jahren insbesondere durch Xerox bekannt.

Das Unternehmen untersuchte damals systematisch die Leistungsfähigkeit der japanischen Konkurrenz und entwickelte daraus eigene Verbesserungsprogramme.

Benchmarking wurde dadurch zu einem Standardwerkzeug moderner Unternehmensführung.



Die vier klassischen Formen des Benchmarkings

Internes Benchmarking

Vergleich innerhalb desselben Unternehmens.

Beispiele:

  • Werk A gegen Werk B

  • Vertrieb Region Nord gegen Vertrieb Region Süd

  • Geschäftsbereich A gegen Geschäftsbereich B

Vorteil:

Die Daten sind verfügbar und vergleichbar.


Wettbewerbsbenchmarking

Vergleich mit direkten Konkurrenten.

Beispiele:

  • Marktanteile

  • Margen

  • Lieferzeiten

  • Qualitätskennzahlen

Dies ist die bekannteste Form des Benchmarkings.


Funktionales Benchmarking

Vergleich mit Unternehmen außerhalb der eigenen Branche.

Ein Krankenhaus könnte beispielsweise von einer Fluggesellschaft lernen.

Eine Bank könnte von Amazon lernen.

Ein Automobilzulieferer könnte von einem Logistikdienstleister lernen.


Best-in-Class-Benchmarking

Verglichen wird nicht mit dem direkten Wettbewerb, sondern mit den jeweils Besten.

Die zentrale Frage lautet:

Wer löst dieses Problem weltweit am besten?


Warum Benchmarking so erfolgreich wurde

Benchmarking löste mehrere Managementprobleme gleichzeitig.


Transparenz

Leistung wurde sichtbar.


Vergleichbarkeit

Organisationen erhielten gemeinsame Referenzgrößen.


Lernen

Best Practices konnten schneller identifiziert werden.


Verbesserungen

Schwächen wurden früher erkannt.


Objektivität

Diskussionen stützten sich stärker auf Fakten als auf Meinungen.

Benchmarking wurde deshalb zu einem zentralen Element von:

  • Lean Management

  • Six Sigma

  • Total Quality Management

  • Performance Management

  • KPI-Systemen



Die erste große Grenze des Benchmarkings

Mit zunehmender Verbreitung entstand jedoch ein neues Problem.

Viele Unternehmen begannen zu glauben:

Was die Besten tun, müssen wir ebenfalls tun.

Genau hier beginnt die Schattenseite des Benchmarkings.

Der Wettbewerber wird unbewusst zum Vorbild.


Die Folge:


Vergleich

Anpassung

Nachahmung

Ähnlichkeit


Unternehmen verbessern sich.

Gleichzeitig verlieren sie häufig ihre Differenzierung und somit ihren eigentlichen USP.



Das Benchmarking-Paradox

Benchmarking kann Unternehmen erfolgreicher machen.

Gleichzeitig kann Benchmarking Innovation verhindern.

Denn die Grundfrage lautet:

Wie können wir so gut werden wie die anderen?

Innovative Unternehmen stellen jedoch eine andere Frage:

Warum sollten wir überhaupt dasselbe tun wie die anderen?

Diese Denkweise bildete später die Grundlage für Ansätze wie:

  • Blue Ocean Strategy

  • Disruptive Innovation

  • Design Thinking

  • Plattformökonomie

  • Ecosystem Thinking



Benchmarking misst die Vergangenheit

Ein weiteres Problem:

Benchmarking basiert immer auf bereits existierenden Lösungen.

Ein Benchmark zeigt:

Was gestern erfolgreich war.

Transformationen entstehen jedoch meist dort, wo bestehende Lösungen nicht mehr ausreichen.

Kodak konnte die gesamte Fotobranche benchmarken.

Blockbuster konnte den Videomarkt benchmarken.

Nokia konnte den Mobilfunkmarkt benchmarken.

Das Problem war nicht fehlendes Benchmarking.

Das Problem war die Orientierung an einer Realität, die sich bereits veränderte.



Die Entstehung eines neuen Denkens

Mit der Zeit entstand eine wichtige Erkenntnis:

Benchmarking beantwortet nicht die Frage:

Was braucht der Kunde wirklich?

Es beantwortet lediglich:

Was machen andere Unternehmen?

Genau an diesem Punkt beginnt die nächste Evolutionsstufe.



Vom Benchmarking zum Design Thinking

Design Thinking verschob die Perspektive.

Statt Wettbewerber zu analysieren, wurde der Kunde zum Ausgangspunkt.

Die zentrale Frage lautet nicht:

Wer macht es besser?

Sondern:

Welches Problem hat der Kunde?

Damit änderte sich die Referenz.


Benchmarking

Wettbewerber

Vergleich


wurde zu


Design Thinking

Kunde

Bedürfnis


Diese Veränderung erscheint klein.

Tatsächlich markiert sie einen fundamentalen Wandel im Managementverständnis.



Vom Benchmark zum Custom Holder

Die nächste Entwicklungsstufe geht noch weiter.

Benchmarking orientiert sich an anderen Unternehmen.

Der Custom-Holder-Ansatz orientiert sich an den Menschen, für die das Unternehmen Wert schaffen muss.

Die entscheidende Frage lautet:

Für wen existiert dieses Unternehmen eigentlich?

Nicht:

  • Für die Konkurrenz.

  • Für die Branche.

  • Für den Durchschnitt.

Sondern:

  • Für seine Kunden.

  • Für die Empfänger seines Wertbeitrags.

  • Für seine Custom Holder.

Dadurch verändert sich die gesamte Steuerungslogik.


Klassisches Benchmarking


Konkurrent

Vergleich

Abweichung

Verbesserung



Custom Holder Thinking


Custom Holder

Bedürfnis bzw. konkretisierter Bedarf bzw. Nachfrage (= Bedarf + Kaufkraft)

Wertbeitrag

Verbesserung



Die entscheidende Frage

Viele Unternehmen fragen:

Sind wir besser als unsere Wettbewerber?

Die wichtigere Frage lautet jedoch:

Sind wir für unsere Kunden relevanter als unsere Wettbewerber?

Das ist nicht dieselbe Frage.

Ein Unternehmen kann Marktführer bei internen Kennzahlen sein.

Und trotzdem für seine Kunden irrelevant werden.



Warum Blue Ocean Benchmarking übersteigt

Blue Ocean Strategy entstand letztlich aus derselben Erkenntnis.

Benchmarking optimiert bestehende Märkte.

Blue Ocean versucht neue Märkte zu schaffen.

Benchmarking fragt:

Wie gewinnen wir dieses Spiel?

Blue Ocean fragt:

Warum spielen wir überhaupt dieses Spiel?

Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit von Wettbewerb zu Wertschöpfung.



Was Benchmarking nicht messen kann

Benchmarking funktioniert hervorragend bei:

  • Kosten

  • Produktivität

  • Qualität

  • Lieferzeiten

  • Effizienz


Deutlich schwieriger wird es bei Faktoren wie:

  • Lernfähigkeit

  • Veränderungsbereitschaft

  • Innovationskraft

  • Kultur

  • Vertrauen

  • Motivation

  • Zukunftsfähigkeit


Genau deshalb entstanden neuere Modelle wie HSP-4.

Denn Organisationen mit denselben Leistungskennzahlen können völlig unterschiedliche Zukunftschancen besitzen.

Die entscheidenden Unterschiede liegen oft nicht in den Ergebnissen.

Sondern in den Menschen.



Vom Benchmarking zur Transformation

Spätestens in Transformationsprozessen stößt Benchmarking an seine Grenzen.

Denn Transformation bedeutet:

Die Zukunft wird anders sein als die Gegenwart.

Ein Vergleich mit bestehenden Wettbewerbern hilft dann nur noch teilweise.


Hier entstehen neue Fragestellungen:

  • Welche Veränderungen sind erkennbar?

  • Welche Signale entstehen?

  • Welche Fähigkeiten werden morgen benötigt?

  • Welche Geschäftsmodelle entwickeln sich?


Diese Perspektive bildet die Grundlage moderner Transformationsansätze wie dem Quasar Change Management.

Während Benchmarking die aktuelle Position bestimmt, beschäftigt sich Transformation mit zukünftigen Bewegungsrichtungen.



Die Evolution der externen Orientierung

Beobachtung

Kennzahl

KPI

Benchmarking

Best Practice

Design Thinking

Blue Ocean Strategy

Custom Holder Thinking

Galaxy Thinking

Quasar Transformation


Jede Stufe entstand, weil die vorherige wichtige Fragen nicht mehr ausreichend beantworten konnte.




Integration into the Series

This article is part of the Management 1.0 Series, which reinterprets classical models under modern organizational conditions.





NextLevel Statement

Benchmarking war einer der bedeutendsten Fortschritte der modernen Unternehmensführung. Es machte Leistung vergleichbar und ermöglichte systematisches Lernen von anderen Organisationen.

Seine größte Stärke liegt in der Schaffung von Transparenz.

Seine größte Schwäche liegt in der Gefahr der Nachahmung.

Die Unternehmen der Zukunft werden Benchmarking weiterhin nutzen. Sie werden sich jedoch nicht ausschließlich an Wettbewerbern orientieren. Stattdessen rücken Kunden, Custom Holder, Wertnetzwerke, Zukunftssignale und Transformationsfähigkeit in den Mittelpunkt.

Die entscheidende Managementfrage lautet daher nicht mehr:

Wie gut sind wir im Vergleich zur Konkurrenz?

Sondern:

Wie wertvoll sind wir für die Menschen, für die wir existieren?

Erst mit dieser Perspektive wird Benchmarking vom Rückspiegel zu einem Teil eines wesentlich größeren Navigationssystems oder um es noch besser auf den Punkt zu bringen:


Nicht:

Benchmarking bedeutet Lernen von den Besten.

Sondern:

Benchmarking bedeutet häufig, den Besten von gestern hinterherzulaufen.




FAQ – Benchmarking

1. Was ist das eigentliche Ziel von Benchmarking?

Benchmarking soll nicht primär Daten sammeln, sondern Leistungsunterschiede sichtbar machen. Erst durch den Vergleich entsteht die Grundlage für Lernen, Verbesserung und Managemententscheidungen.


2. Ist Benchmarking nur für große Konzerne geeignet?

Nein. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren häufig besonders stark von Benchmarking, da Leistungsunterschiede oft schneller identifiziert und Maßnahmen direkter umgesetzt werden können.


3. Warum ist eine Kennzahl ohne Benchmark oft wenig aussagekräftig?

Weil Zahlen keinen Kontext besitzen. Erst der Vergleich mit anderen Werten zeigt, ob ein Ergebnis außergewöhnlich gut, durchschnittlich oder kritisch ist.


4. Was ist der Unterschied zwischen KPI und Benchmarking?

Ein KPI misst Leistung. Benchmarking bewertet diese Leistung durch den Vergleich mit anderen Organisationen, Märkten oder Referenzwerten.


5. Kann Benchmarking Innovation behindern?

Ja. Wenn Unternehmen ausschließlich bestehende Marktführer kopieren, entstehen häufig Optimierungen bestehender Lösungen statt neuer Lösungsansätze.


6. Warum kopieren viele Unternehmen die falschen Dinge?

Weil sie Ergebnisse beobachten, aber die dahinterliegenden Ursachen nicht vollständig verstehen. Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich oft durch Kultur, Fähigkeiten oder Entscheidungen, die von außen nicht sichtbar sind.


7. Bedeutet Best Practice automatisch Best Strategy?

Nein. Eine bewährte Praxis kann operativ sinnvoll sein, muss jedoch nicht zur eigenen Strategie, Unternehmenskultur oder Marktposition passen.


8. Warum scheitern manche Benchmarking-Projekte?

Weil Unternehmen versuchen, Kennzahlen zu übernehmen, anstatt die zugrunde liegenden Zusammenhänge zu verstehen.


9. Welche Gefahr besteht bei zu viel Benchmarking?

Unternehmen können ihre Eigenständigkeit verlieren und sich zunehmend dem Branchendurchschnitt annähern.


10. Kann ein Unternehmen Benchmarking betreiben und trotzdem innovativ sein?

Ja. Benchmarking wird dann nicht als Kopiervorlage genutzt, sondern als Informationsquelle unter vielen.


11. Was ist wichtiger: Benchmarking oder Kundenverständnis?

Benchmarking zeigt, wie gut andere Unternehmen arbeiten. Kundenverständnis zeigt, ob überhaupt die richtigen Probleme gelöst werden.


12. Warum orientieren sich erfolgreiche Unternehmen nicht ausschließlich an Wettbewerbern?

Weil Wettbewerber häufig dieselben Annahmen, Märkte und Geschäftsmodelle teilen.


13. Welche Rolle spielt Benchmarking in der Digitalisierung?

Es hilft dabei, digitale Leistungsunterschiede sichtbar zu machen, etwa bei Automatisierung, Prozessgeschwindigkeit oder Datenqualität.


14. Kann man Kultur benchmarken?

Nur eingeschränkt. Unternehmenskultur lässt sich wesentlich schwieriger standardisieren und vergleichen als finanzielle oder operative Kennzahlen.


15. Warum sind manche Benchmarks irreführend?

Weil Unternehmen oft unterschiedliche Geschäftsmodelle, Kundenstrukturen oder Marktbedingungen besitzen.


16. Was unterscheidet internes von externem Benchmarking?

Internes Benchmarking vergleicht Einheiten innerhalb derselben Organisation. Externes Benchmarking betrachtet andere Unternehmen oder Organisationen.


17. Ist Benchmarking eine Strategie?

Nein. Benchmarking ist ein Analyseinstrument. Es ersetzt keine strategische Entscheidung.


18. Warum reicht es nicht aus, Marktführer zu kopieren?

Weil Marktführer unter anderen Rahmenbedingungen erfolgreich geworden sein können und ihre Erfolgsformel nicht automatisch übertragbar ist.


19. Welche Verbindung besteht zwischen Benchmarking und kontinuierlicher Verbesserung?

Benchmarking macht Leistungsunterschiede sichtbar. Kontinuierliche Verbesserung versucht anschließend, diese Unterschiede gezielt zu reduzieren.


20. Warum entstanden nach dem Benchmarking weitere Managementansätze?

Weil Benchmarking zwar Vergleiche ermöglicht, aber viele Fragen zu Kundenbedürfnissen, Innovation und Zukunftsentwicklung offenlässt.


21. Welche Erkenntnis bleibt aus Benchmarking dauerhaft gültig?

Leistung kann nur sinnvoll bewertet werden, wenn ein geeigneter Referenzrahmen existiert.


22. Was ist wichtiger: besser als die Konkurrenz zu sein oder relevanter für den Kunden?

Langfristig entscheidet die Relevanz für den Kunden über die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens.


23. Kann ein Unternehmen hervorragende Benchmarks besitzen und trotzdem scheitern?

Ja. Historisch gibt es zahlreiche Unternehmen mit exzellenten Kennzahlen, die technologische oder gesellschaftliche Veränderungen unterschätzt haben.


24. Warum wird Benchmarking in dynamischen Märkten schwieriger?

Weil sich Referenzwerte schneller verändern und Vergleiche oft bereits veraltet sind, sobald sie erhoben werden.


25. Was bleibt vom Benchmarking in einer stark vernetzten Wirtschaft übrig?

Die Grundidee des Vergleichs bleibt bestehen. Allerdings werden zunehmend Netzwerke, Kundenerlebnisse und Wertbeiträge verglichen statt nur einzelne Kennzahlen.


26. Wird Benchmarking durch Künstliche Intelligenz ersetzt?

Nein. KI kann Vergleiche beschleunigen und Muster erkennen. Die Interpretation und die daraus folgenden Entscheidungen bleiben Managementaufgaben.


27. Welche Frage stellt sich nach dem Benchmarking?

Nicht mehr nur: „Wie gut sind wir?“

Sondern:

„Warum sind wir gut oder schlecht und was bedeutet das für unsere Zukunft?“

28. Was misst Benchmarking besonders gut?

Effizienz, Qualität, Produktivität, Kosten, Geschwindigkeit und andere quantifizierbare Leistungsmerkmale.


29. Was misst Benchmarking besonders schlecht?

Neugier, Anpassungsfähigkeit, Kreativität, Sinnorientierung, Vertrauen und Innovationspotenzial.


30. Wie könnte die Zukunft des Benchmarkings aussehen?

Die Zukunft liegt wahrscheinlich weniger im Vergleich von Unternehmen und stärker im Vergleich von Kundennutzen, Problemlösungskompetenz, Anpassungsfähigkeit und Wertschöpfungsbeiträgen. Die zentrale Frage verschiebt sich dabei von:

„Sind wir besser als andere?“

zu

„Erzeugen wir mehr Wert für die Menschen, die wir bedienen?“

Dadurch bleibt Benchmarking relevant, verändert jedoch seinen Bezugspunkt grundlegend. Nicht der Wettbewerber steht im Mittelpunkt, sondern der tatsächliche Nutzen, den ein Unternehmen für seine Kunden schafft.


bottom of page