TQM
Total Quality Management (TQM) – Qualität als Kultur, Führung und kollektive Verantwortung im BANI‑Zeitalter
Kurze Definition
Total Quality Management bedeutet heute, dass ein Unternehmen seine Entscheidungen, Produkte, Services und Kommunikationswege so gestaltet, dass der Customer‑Holder jederzeit spürt: Dieses Unternehmen respektiert mein hart verdientes Geld, behandelt mich fair, steht zu seinen Werten und bleibt auch dann verlässlich, wenn etwas schiefgeht.
Moderne Qualität entsteht nicht durch Normen oder Dokumentation, sondern durch das Erlebnis, das ein Mensch hat, wenn er mit einem Unternehmen interagiert:
Er erkennt Transparenz, weil nichts versteckt wird.
Er erlebt Integrität, weil Beratung nicht als Verkauf getarnt ist.
Er spürt Wert, weil Preis und Leistung ehrlich zusammenpassen.
Er sieht Kultur, weil Menschen respektvoll handeln.
Er erfährt Stabilität, weil Prozesse funktionieren und Fehler nicht eskalieren.
Er bemerkt Sinn, weil das Produkt oder der Service zu seinen Werten passt.
Er fühlt Sicherheit, weil das Unternehmen Verantwortung übernimmt.
TQM ist damit kein Prozessmodell, keine Norm und keine Abteilung — sondern die Fähigkeit einer Organisation, konsequent aus der Perspektive des Customer‑Holders zu handeln, und Qualität als Wertversprechen zu leben, das man sehen, spüren und vertrauen kann.

Historische Entwicklung – Entstehung, Höhepunkt, Missverständnisse
Die Entstehung (1950–1980)
TQM entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als japanische Unternehmen begannen, Qualität als kollektive Verantwortung und kulturelle Haltung zu verstehen. Schlüsselfiguren:
W. Edwards Deming
Joseph Juran
Kaoru Ishikawa
Japan verband Qualität mit:
心 (Kokoro) – Herz, Haltung
和 (Wa) – Harmonie
現地現物 (Gemba) – Realität am Ort
間 (Ma) – Raum, Ruhe
姿勢 (Shisei)
